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Aus meiner Sicht ist die präsenzunterrichtsfreie Zeit gut mit einer unbefriedigenden Achterbahnfahrt vergleichbar – Es gab mehr Tiefen als Höhen. Die Höhen kamen vor allem durch einzelne besonders engagierte Lehrpersonen. In meiner Klasse hat der Fernunterricht in Mathe beispielswiese großartig funktioniert. Wir haben immer genau gewusst, was zu tun ist, unser Lehrer hat uns Fragestunden angeboten und uns sogar gebeten, mittels Umfragen Feedback zu geben. In anderen Fächern sah das jedoch nicht so aus. Der digitale Teil des Unterrichts bestand oft darin, Arbeitsblätter vom Computer aus auszudrucken, die erledigten Arbeitsblätter dann wieder zu fotografieren und zurückzuschicken. Einige Lehrpersonen waren in ihrer Überforderung mehr darauf bedacht, ihre eigene Arbeit so unkompliziert wie möglich zu gestalten, als das Lernsetting für uns Schüler*innen. Mit einer Lehrperson hatten wir Schwierigkeiten, da sie nahezu jedes Wort in ihren E-Mails abgekürzt hat und wir so nicht verstehen konnten, was sie uns vermitteln wollte. Doch solche Probleme konnten wir meistens mit der betreffenden Lehrperson lösen. Die wirklichen Tiefen waren die unlösbaren Probleme, vor die viele Schüler*innen durch das Agieren des Bildungsministeriums gestellt worden sind.

Falscher Fokus

Vor den Schulschließungen hieß es erst, der Inhalt des Distance Learnings solle nicht in die Leistungsbeurteilung einfließen. Das wurde dann noch am allerletzten Schultag geändert. Anschließend gab es immer wieder Pressekonferenzen mit eher geringem Informationsgehalt. Auf Instagram gingen etliche Memes über Minister Faßmann viral, also sich über seine Planlosigkeit lustig machende Postings. So etwas ist für das „Opfer“ nie ein gutes Zeichen. Als dann die Entscheidung über die Matura verkündet wurde, offenbarten sich grundsätzlich falsch gesetzte Prioritäten. Statt nämlich den Fokus darauf zu legen, die Eltern jüngerer Schüler*innen schnellstmöglich in der Betreuung zu entlasten, sollten als allererstes die Abschlussprüfungen abgehalten werden. Dass die Megaprüfung Matura hier wichtiger war als die politische Verantwortung gegenüber den Hunderttausenden Eltern, ist ein Armutszeugnis für das Krisenmanagement des Bildungsministeriums.

Platz und Sicherheit

Zu guter Letzt wurde nun auch der Präsenzunterricht für die Sekundarstufe 2 wieder aufgenommen. Die dafür benötigten Räumlichkeiten der Oberstufenklassen hätten auch verwendet werden können, um mehr Platz und Sicherheit für die Schüler*innen der Unterstufe zu schaffen, oder sie an mehreren Tagen in die Schule zu holen. So wäre auch die Ansteckungsgefahr deutlich geringer, sie könnten mit gutem Gewissen in die Schule gehen. Wir als Oberstufe, die ja keine Betreuung durch Eltern mehr brauchen, hätten dann die letzten Schulwochen wie inzwischen gewohnt von zuhause aus absolvieren können.

Notwendige Anpassungen

Klar ist: Das nächste Schuljahr kann nicht ohne Anpassungen im Bildungssystem stattfinden. Wir brauchen flächendeckende Schulungen zum digitalen Lernen für Lehrpersonen, die Lehrpläne müssen angepasst werden, wir müssen unsere Bundesschüler*innenvertretung endlich selbst wählen können, damit sich in solchen Situationen wirklich jemand für uns einsetzt. Außerdem sollen auch künftig Leistungen der Oberstufe ins Abschlusszeugnis einfließen.

Der Autor ist Schüler an einem Gymnasium in Wien.

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Die aktuellsten PISA-Ergebnisse sorgen mal wieder für Verwunderung, Empörung und zu Recht auch für jede Menge Diskussionsstoff. Wie kann es sein, dass eines der teuersten Bildungssysteme der Welt bestenfalls durchschnittliche Ergebnisse erzielt? Wo muss angesetzt werden, um den Bildungserfolg aller Kinder in Österreich nachhaltig sicherzustellen? Wir hätten da ein paar Vorschläge:

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Ja, ich weiß schon, plötzliche Fragen können einen aus dem Konzept bringen. Das beweist der Ö3-Mikromann regelmäßig und anschaulich. Man amüsiert sich köstlich über die scheinbare oder tatsächliche Beschränktheit seiner Mitbürger*innen, doch eine Frage könnten viele von uns ad hoc garantiert nicht beantworten:

Worin besteht der Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung?

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Ich bin Klassenvorständin einer ersten Klasse an einer Wiener Mittelschule. Unlängst habe ich mit den zwei externen Mediator*innen, die meine Klasse die letzten Monate über begleitet haben, ein Abschlussgespräch geführt. „Noch nie haben wir eine Gruppe gesehen, wo der Unterschied zwischen Anfang und Ende des Miteinanderarbeitens so groß war. Wir sind beeindruckt!“, bekam ich von ihnen zu hören. Ich war mindestens genauso beeindruckt, vor allem bekam ich in diesem Gespräch noch etwas Unglaubliches zu hören. Aber dazu später. Erst: Wie hat alles begonnen?

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Jeden Montag beginnt eine neue Schulwoche, eine Woche voller Chancen und Möglichkeiten. Und doch ist es oftmals nur eine weitere ungenutzte Zeitspanne, die nach Schema F durchgestanden wird.

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