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Jetzt ist sie also nicht mehr „neu“.  Vor 12 Jahren startete der Schulversuch „Neue Mittelschule“, mit der Idee, eine gemeinsame Schule für alle 10-14-Jährigen zu etablieren. Mit Schlagwörtern wie „Kompetenzorientierung“, „Teamteaching“, einem differenzierten Unterricht und kleineren Klassen sollte die Hauptschule der Vergangenheit angehören.

Jetzt, 12 Jahre später, ist auch die Neue Mittelschule nicht mehr neu. Und wir drehen wieder an ein paar Zahnrädern, hängen ein neues Schild am Eingang auf, wechseln die Briefköpfe, und machen weiter wie bisher. Oder?

Was sich ändert

Spätestens mit diesem Schuljahr (einige Testschulen gab es schon vor einem Jahr) werden alle Neue Mittelschulen auf das System Mittelschule umgestellt. Die wesentlichste Änderung ist die Einführung einer neuen Notenskala. Die Neue Mittelschule hatte ab der 7. Schulstufe schon ein recht verwirrendes Notensystem aus vertiefenden und grundlegenden Noten. Die Notenskala für Deutsch, Mathematik und Englisch war siebenteilig und basierte auf den erreichten Prozenten, z.B. bei einer Schularbeit. Wer weniger als 54% bei einer Schularbeit erreichte, bekam eine grundlegende Note. Grundsätzlich bekamen aber alle Schüler*innen dieselbe Schularbeit.

Mit der Einführung der Mittelschule wechseln wir von einer siebenteiligen zu einer anderen siebenteiligen Notenskala. Nein, eigentlich sind es zwei verschiedene Benotungsskalen. Schüler*innen ab der 6. Schulstufe werden spätestens nach den ersten beiden Schulwochen (wo wir oft noch fächerübergreifenden Projektunterricht machen und noch gar nicht mit dem „Regelunterricht“ begonnen haben) in zwei Leistungsgruppen eingeteilt: Standard AHS und Standard. Die beiden Gruppen können getrennt voneinander unterrichtet werden und bekommen verschiedene Schularbeiten. Damit man sich gar nicht mehr auskennt sind die beiden Benotungsskalen aber überlappend, so dass eigentlich wieder eine siebenteilige Skala entsteht. Der Unterschied ist, dass nun de facto neun verschiedene Noten vergeben werden (ein Standard AHS Fünfer wird nicht vergeben werden), während vorher sieben verschiedene Noten vergeben wurden. Schon verwirrt?

Was das mit den Schüler*innen macht

Zugegeben, als Lehrerin bin ich verwirrt und verärgert. Und das, obwohl ich erst seit ein paar Jahren unterrichte und das für mich die erste große Umstellung ist, ältere Kolleg*innen können ein Lied von Leistungsgruppen, Notenskalen und dergleichen singen. Aber gut, wir gehen eben so gut wie es geht mit den Änderungen um, auch wenn wir die Sinnhaftigkeit noch nicht entdeckt haben.

Die wirklich Betroffenen, das sind die Schüler*innen. Die 4. Klasse, in der ich hauptsächlich unterrichte, macht sich schon Gedanken über das nächste Jahr, die Zeit nach der Mittelschule. Viele machen sich Sorgen. Kann ich überhaupt in eine weiterführende Schule gehen? Reichen meine Noten? Der Name der Leistungsgruppe „Standard AHS“ suggeriert etwas. Wer gut ist, geht auf die AHS. Die AHS ist besser. Dass die Schüler*innen der Mittelschule in unserem Bildungssystem die Verlierer sind, das wissen sie sowieso. „Standard AHS“ wirkt wie eine Verhöhnung dieser Tatsache.

Die Mutter einer Schülerin ruft am Nachmittag, an dem wir den Schüler*innen das neue Notensystem erklärt haben, in der Schule an. Ihre Tochter ist zuhause weinend zusammengebrochen. Sie glaubt, sie kann niemals an eine weiterführende Schule, wenn sie jetzt nicht in die Standard AHS Gruppe eingeteilt wird. Das stimmt so natürlich nicht ganz. Aber Worte schaffen Realitäten.

Warum jetzt?

All das ist schon ärgerlich und frustrierend genug. Aber ich komme nicht umhin mir ständig dieselbe Frage zu stellen: Warum jetzt? Jetzt, wo eine Pandemie seit Monaten so viel Unsicherheit in die Schulen und Klassenräume bringt. Wo Schüler*innen sich von einem Tag auf den anderen an neue Lebensumstände anpassen mussten und müssen. Jetzt, wo es nochmal schwieriger geworden ist, eine Lehrstelle zu bekommen. Jetzt, wo so viele Eltern und Bekannte arbeitslos sind und den Schüler*innen ganz klar ist, dass dieses Schicksal wahrscheinlich auch einige von ihnen in ein paar Jahren betreffen wird. Warum müssen wir diese Umstellung jetzt machen? Warum müssen wir weiterhin ALLE Schularbeiten und Tests durchführen, sollen verpasste Inhalte des vergangenen Schuljahres aufholen und noch dazu eine neue Notenskala einführen, die niemandem etwas bringt außer zusätzlichem Stress? Wäre es nicht genau jetzt, in diesem Schuljahr, wichtig etwas Stress aus dem System herauszunehmen?

Das würde ich den Herrn Bildungsminister gerne fragen. Aber das Gefühl werde ich nicht los, was in den Mittelschulen passiert, das interessiert ihn gar nicht.

Die Autorin ist Lehrerin an einer Mittelschule in Wien.

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Die Zensuren

In einer ersten Klasse liest die Klassenlehrerin die endgültigen Noten vor. Es herrscht Totenstille.

Mathematik 3, Deutsch 2, Englisch 1, Geografie 1, Biologie 1, Bewegung und Sport 1, Bildnerische Erziehung 1, Geografie 2, Musik 1. Du hast das Schuljahr mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen.

Dragana springt auf und jubelt. „Und ich hab so Angst gehabt, dass ich einen Vierer habe.“  Ich wundere mich. Dragana ist das, was man als eine gute Schülerin bezeichnet. Okay, ab und zu vergisst sie ihre Hausübungen oder ist nicht so perfekt auf eine Überprüfung vorbereitet. Weil sie eine gute Schülerin ist, wird ihr das verziehen. Also wo genau sollte da eine Vier herkommen?

Als die Lehrerin Valentinas Noten vorliest, merke ich, dass Valentina immer mehr in sich hineinkriecht. Jede Vier macht sie ein Stückchen kleiner. Beim Sehr gut in Bildnerischer Erziehung lächelt sie kurz. Dann versinkt sie wieder in sich. Auch die Zwei in Bewegung und Sport stimmt sie nicht wirklich froh. Ein bisschen wundere ich mich, weil ich sie im Theaterunterricht als sehr bewegungsfreudige Schülerin erlebe, ständig Handstand an die Wand machend oder Räder schlagend. Tanzfreude hat sie ohnehin enorm viel in sich. Vielleicht hat sie die Zwei, weil sie ab und zu ihre Sportsachen vergisst. Als nicht so gute Schülerin kann sie nicht auf Nachsicht hoffen.

Es geht weiter.

Denis jubelt über eine Vier in Mathematik. Mehmet zuckt mit den Schultern und unterstreicht mit einer Handbewegung, dass ihm die Schule ohnehin egal ist. Nicoletta kämpft mit den Tränen und Anna hält sich die Ohren zu, weil sie keine Lust auf ihre Noten hat.

Die Frage

Die Klassenlehrerin verlässt den Raum, ich bleibe mit den Schüler*innen zurück. Kurz nachdem die Türe zufällt, entlädt sich die Spannung.

Unfair!“ „Meine Eltern bringen mich um!“ „Geil, ich bekomme ein neues Handy!“ „Nicht einmal eine einzige Eins habe ich!“ „Ich hasse die Schule!“ „Ehrlich, bei mir ist das so. Ich kann lernen, so viel ich will, aber meine Noten ändern sich nicht!“ „Voll! Bei mir auch. Für Geografie habe ich gar nichts gelernt, aber ein Zwei bekommen.“ „Kenn ich. Deshalb lerne ich gar nichts mehr.

Nach zwei lauten Minuten ist der größte Frust draußen. Ich habe mir das alles angehört, habe nicht eingegriffen. Ab und zu dürfen Kinder auch laut sein, müssen sie sogar.  Ich bin sowieso der Meinung, dass man Kinder und Jugendliche erst dann nachhaltig erreicht, wenn man sie einmal so richtig laut erlebt hat.

Eine Frage hätte ich an euch.“ Ich muss die Stille nützen. „Was habt ihr dieses Schuljahr gelernt?“ Schweigen. „Ehrlich, was habt ihr gelernt?“, hake ich nach.

Nichts“, ruft Dennis. Andere stimmen ihm zu. Ich bin fassungslos. Wo kommen dann all die Noten her, wenn diese Schüler*innen, ihrer Ansicht nach, nichts gelernt haben. Irgendwann meldet sich Dragana zu Wort. „Dezimalzahlen“, ruft sie. Zumindest etwas denke ich mir. Auch wenn das Kapitel Dezimalzahlen das allerletzte Kapitel war, das wir in diesem verrückten Schuljahr durchgenommen haben. Aber es hängt allem Anschein nach noch im Kurzzeitgedächtnis. Ein anderer Gedanke kommt mir auch. Vielleicht fällt es Dragana deshalb so schwer sich selbst einzuschätzen, weil sie keine Ahnung hat, was sie in diesem Schuljahr gelernt hat.

Ich stelle diese Frage auch in anderen Klassen. Meistens bekomme ich die gleich ernüchternde Antwort. Ein Mädchen antwortet, dass sie nun wüsste, was Corona sei. Am liebsten würde ich sie umarmen.

Wozu also Notengebung?

Am 2.7. war Heinz Faßmann in der ZiB2 zum Interview eingeladen. Lou Lorenz Dittelbacher fragte nach einer möglichen Note im Krisenmanagement der Schulen.

Weil ich ja durchaus für Ziffernnoten bin, möchte ich hier keine Ausweichantwort geben. Ich würde mir ein Gut geben.

Mit ist ohnehin schon länger klar, dass es kaum Chancen gibt, die Schule in den nächsten Jahren zu einem beurteilungsfreien Raum wachsen zu lassen. Mit der nicht vorhandenen Unterstützung von obersten Stelle gehe ich mal davon aus, dass meine mittlerweile zweijährige Enkeltochter auch ab sechs Jahren ein Sehnsuchtsziel haben wird, nämlich nur Einser im Zeugnis.

Aber was sagt das aus? Was bedeutet das Gut, dass sich Faßmann selbst für sein Krisenmanagement gegeben hat? Was sagt ein Zeugnis mit lauter Einsern aus? Was kann das Kind? Was hat es gelernt?

Kinder und Jugendliche wollen sich vergleichen. Das ist eines der Argumente, die ich nicht mehr hören kann. Ja, sogar den jüngsten Volksschulkindern ist es wichtig, dass sie Ziffernnoten haben. Dann wissen sie, woran sie sind. In erster Linie dienen die Zensuren in diesem Fall den Eltern, die ihre Kinder mit anderen vergleichen wollen. Später vergleichen sich die Schüler*innen tatsächlich, weil sie es nicht anders gelernt haben.

Ohne Noten würde ich nichts lernen, sind sich die meisten Schüler*innen einig. Die meisten Lehrer*innen sehen das ähnlich.

Schule als beurteilungsfreier Raum – eine Illusion?

Einigkeit herrscht auch darüber, dass, würde man auf Noten verzichten, ohnehin alles beim Alten bliebe. Mit dementsprechenden Formulierungen wäre ja dennoch klar, dass der/die Schüler*in  versagte, ein Ziel nicht erreicht hat. Ich teile diese Meinung sogar.

Bei der Forderungen nach Abschaffung der Noten gehe ich einen Schritt weiter. Ich will die Schule und damit auch Lernen zu einem beurteilungsfreien Raum machen.  Es muss doch irgendwann Schluss sein mit der Anhäufung von Bulimiewissen. Warum kann man nicht mal Kinder und Jugendliche fragen, was sie lernen wollen. Bei allem was sie wissen und erlernen wollen braucht man ein Basiswissen. Auch diese Erfahrung  werden die Schüler*innen ganz schnell machen. Lernen um des Lernens Willen, das wäre mein ersehntes Ziel.

Klar, würde es zu einer Umstellung im Bereich Schule und Notengebung kommen, müssen wir damit rechnen, dass zu Beginn der Lerneifer der Schüler*innen schwinden würde. Nur bin ich mir sicher, dass dieser nach einer Übergangsphase wieder zum Leben erwacht. Und vielleicht wissen dann zumindest ein paar Schüler*innen, was sie in diesem Schuljahr gelernt haben.

Die Autorin ist Lehrerin an einer Mittelschule in Wien.

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Das bildungspolitische Hin und Her hält Lehrer*innen kontinuierlich auf Trab und erfordert ausgeprägte Anpassungsfähigkeit von allen am Schulgeschehen Beteiligten. Eine Reform, die vermeintlich alles besser machen soll, wird ohne Evaluation von der nächsten abgelöst. Mit der Umsetzung werden Schulen und Lehrkräfte schließlich alleine gelassen. “Schulautonomie” ist das Schlagwort der Stunde.

Wieder alles neu

Es war ja schon im Gespräch, also wir wussten bereits von abermals neuen Veränderungen, doch nun ist es amtlich: Wir bekommen wieder ein neues Differenzierungs- und Notensystem! Ich bin wirklich wütend und zugleich traurig und erschüttert darüber, wie man sich innerhalb von 30 Jahren immer wieder etwas Neues ausdenken kann ohne endlich das umzusetzen, was schon lange diskutiert und sogar schon erprobt und als gut empfunden wurde.

Vor ca. 30 Jahren waren wir umgestiegen von A und B Zug auf drei Leistungsgruppen, um noch besser differenzieren zu können. Das Ergebnis war genauso schlecht wie vorher, nämlich dass Schüler*innen weder voneinander lernen konnten noch das „bessere“ Vorbild hatten, um einen Ansporn zur Verbesserung zu bekommen. Schließlich wurden auch die Leistungsgruppen abgeschafft zugunsten von heterogenen Klassen, die von mehr Lehrkräften betreut werden sollten. Anfangs funktionierte das auch gut, doch bald wurden die Ressourcen gestrichen und mittlerweile haben wir weder nur gering reduzierte Schülerzahlen noch mehr Lehrkräfte in einer Klasse. Damit wird das Differenzieren und Individualisieren natürlich schwierig.

Nebenbei läuft seit Jahren die Diskussion, ob man Noten abschaffen sollte zugunsten von verbalen Beurteilungen. Teilweise liefen sie parallel und engagierte Lehrer*innen beherzigten diese Möglichkeit und nutzten sie sehr gut und positiv für die Schüler*innen. In meiner Schule – einer NMS – gibt es (zumindest bis jetzt) keine Noten bis zur achten Schulstufe. Dann müssen wir Noten geben, um die Schüler*innen in höhere Schulen oder in eine Lehre entlassen zu können. Auch das verstehe ich nicht, da wir bereits von Lehrherr*innen wissen, wie dankbar sie um die verbalen Einschätzungen sind, weil sie wesentlich aussagekräftiger sind als Noten.

Mit dem neuen Differenzierungssystem „AHS Standard“ oder „Standard“ spalten wir nicht nur wieder die Schülergemeinschaft in zwei Gruppen – auch wenn sie nicht räumlich getrennt werden – sondern wir haben unsere „wunderbare“ Notenskala erweitert auf nunmehr neun Noten, die ja übrigens in den letzten Jahren bereits erweitert wurde auf sieben Noten (auch hier kann man die Sinnhaftigkeit in Frage stellen)!

Handeln wider besseren Wissens

Wir wissen, dass (leistungsbezoge) heterogene Gruppen viel Gutes bringen weil sich die Kinder gegenseitig motivieren, und es ihnen ermöglicht wird, einander zu helfen. Sie profitieren davon also enorm.

Wir wissen, dass eine geringe Schülerzahl es ermöglicht, individuell auf die Bedürfnisse der Schüler*innen eingehen zu können.

Wir wissen, dass es durch Teamteaching möglich ist, sich zu einzelnen Schüler*innen zu setzen und gezielt mit ihnen  – und konkret an einzelnen Problemen – zu arbeiten.

Wir wissen, dass verbale Beurteilungen unsere Schüler*innen motivieren, weiterzukommen und sich zu verbessern. Im Gegensatz dazu sagen Noten weder aus, was der oder die Schüler*in kann, noch wirken sie motivierend – schlimmer noch: schlechte Noten demotivieren.  

Ein demotivierendes System – Was verbale Beurteilungen bewegen können 

Einer meiner Schüler kam vor vier Jahren an unsere Schule mit keiner sehr großen Begabung in Deutsch (Muttersprache). Er hatte nicht nur Defizite in der Rechtschreibung und Syntax, sondern auch im Ausdruck und beim Lesen. Er arbeitete intensiv und trotz immer wiederkehrender Rückschläge konnten wir ihn gut motivieren und ihm immer wieder rückmelden, dass er besser geworden war und vor allem durch seinen Fleiß weitergekommen war. In den verbalen Zeugnissen stand nicht, dass er so toll in Deutsch war, doch es stand, dass er immer besser wurde und was er nicht schon alles gelernt hatte. Mittlerweile kann er sich korrekt ausdrücken, hat eine recht gute Rechtschreibung, liest flüssig und kann korrekte Texte formulieren. Im Halbjahr konnte ich ihm (erstmals Notenzeugnis!) einen Zweier geben und er freute sich. Nun möchte er aber gerne einen Einser bekommen und tut alles dafür. Allerdings musste ich ihm sagen, dass er den Einser nicht erreichen wird, weil ihm dazu noch das gewisse Etwas an Begabung und sprachlicher Eloquenz fehlt, das schwierig zu erlernen ist. Er sagt nun mit Recht: „Wenn ich nichts tue, kann ich mich verschlechtern, aber wenn ich viel bzw. alles mache, was gefordert ist und noch darüber hinaus, kann ich mich trotzdem nicht verbessern. Warum ist das so? Das ist ungerecht!“ Ich kann ihm nur recht geben. Es wäre nie zu so einer Diskussion gekommen, wenn die Noten nicht wären. Er hätte für sich und sein Weiterkommen einfach weitergearbeitet. Nun ist er gebremst durch die Notengebung, der Anreiz ist ihm genommen!

So – denke ich – geht es vielen unserer Schüler*innen. Sie lernen nur für die Note und „erledigen“ ihre Arbeiten, darüber hinaus denken sie aber nicht an ihr eigenes Vorwärtskommen und das Ziel, aus eigenem Interesse besser zu werden, etwas zu beherrschen und Freude daran zu haben. Das nehmen wir ihnen durch diese nicht-aussagekräftigen Ziffern!

Ich wünsche mir, dass unsere „Schulgschichten“ auch im Ministerium gelesen werden und Neuerungen vor Inkrafttreten besser hinterfragt und geprüft werden. Vielleicht wäre es gut, wenn sich die dafür zuständigen Personen einmal kontinuierlich in Schulen aufhalten, am Unterricht teilnehmen, mit Schüler*innen und Lehrer*innen sprechen würden.

Die Autorin ist Lehrerin an einer Mittelschule in Oberösterreich.