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Wieder einmal knapp geschafft, vor dem Läuten noch schnell ins Lehrerzimmer. Der knapp bemessene Platz, übervoll mit den Büchern für fünf Klassen und sonstigem Material, wird kurz besucht. Mein auf die Schubladenbox geklebter Leitspruch von W. B. Yeats schon etwas zerknittert: „Education is not the filling of a bucket but the lighting of a fire“.

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Ich bin Klassenvorständin einer ersten Klasse an einer Wiener Mittelschule. Unlängst habe ich mit den zwei externen Mediator*innen, die meine Klasse die letzten Monate über begleitet haben, ein Abschlussgespräch geführt. „Noch nie haben wir eine Gruppe gesehen, wo der Unterschied zwischen Anfang und Ende des Miteinanderarbeitens so groß war. Wir sind beeindruckt!“, bekam ich von ihnen zu hören. Ich war mindestens genauso beeindruckt, vor allem bekam ich in diesem Gespräch noch etwas Unglaubliches zu hören. Aber dazu später. Erst: Wie hat alles begonnen?

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Zoom Kindermuseum, Museumsquartier. Am 08.11.2018. Susanne Wiesinger, Heidi Schrodt und Kenan Güngör diskutieren über jene Schulen an denen es, ihrem Namen nach, brennt.
Dominiert wird die Debatte vom Kopftuch, dem Einfluss von Moscheen, der Scharia und Eltern, die Lehrer*innen nicht mehr die Hand geben. Es scheint, als gäbe es in der Bildungspolitik nichts Wichtigeres zu diskutieren als den Einfluss einer bestimmten Religion.
Gegen Ende fragt Kenan Güngör, wie viele Lehrer*innen denn da seien. 35 Personen zeigen auf. Wie viele, die an der NMS unterrichten? 20. Und wie viele, denen es passiert ist, dass Eltern das Händeschütteln verweigert haben? 2.

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Manchmal ist Schule ätzend. Manchmal hat man als Lehrer*in das Gefühl, dass sich nichts bewegt. Für mich sind solche Nichts-geht-mehr-Tage zwar selten, weil ich meinen Beruf einfach mag, die Kinder einfach mag. Dennoch: viele Tage sind Plateau-Tage, nicht fabelhaft, aber auch nicht so, dass man sich am liebsten eine Burnout-Diagnose stellen lassen möchte.

Ein Schultag im Zeitraffer

Und manchmal fliegt man einfach. Zum Beispiel an Tagen wie diesen. 7. Schulstufe, NMS Stadtrand Wien.

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Es ist Dienstag früh.  Um 07:40 Uhr betrete ich die NMS.  „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen…“ summt es von allen Seiten. Die Schüler*innen warten darauf ins Schulgebäude zu dürfen.  Mit einem Lächeln begrüße ich sie und husche noch schnell bei der Türe rein, bevor das große Drängeln um 07:45 auf den Stiegen beginnt.

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