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„Politikverdrossenheit“ galt lange als das Urteil über die „Jugend von heute“. Dass sich der Eindruck spätestens seit den Fridays for Future-Demonstrationen nicht mehr bestätigen lässt, sehen wir als Lehrer*innen auch an der Neuen Mittelschule regelmäßig. Zwar wissen die Kinder unterschiedlich gut, welche Partei im Nationalrat sitzt, aber es werden jeden Tag Fragen gestellt, Diskussionen begonnen und Mitbestimmung eingefordert.

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Jasleen* erinnert mich stark an die Figur von Lisa von den Simpsons. Sie hat genau wie ihr Fernsehvergleich einen Bruder, der durch Streiche in der Schule auffällt. Sie interessiert sich genau wie ihr Fernsehdoppel für Kunst, Politik und andere gesellschaftliche Themen, spielt ein Instrument und ist eine überzeugte Vegetarierin.

Jeder kennt die Simpsons, die gelben, sympathischen Zeichentrickfiguren. In der einen oder anderen Folge sieht man eine Zukunftsaussicht: Lisa ist eine starke Politikerin oder eine innovative Wissenschaftlerin. Doch wie würde die Zukunft von Lisa ausschauen, wenn sie das österreichische Schulsystem durchlaufen würde? In Österreich bestimmt leider immer noch der Bildungsstand und das Einkommen der Eltern die Bildungschance des Kindes:

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Meistens gehe ich gerne in die Schule. Meistens verlasse ich die Schule mit dem Gefühl, gute Arbeit geleistet zu haben und mit den Schüler*innen einen Schritt vorwärts getan zu haben. Manchmal überkommt mich allerdings eine Frust und eine Hilflosigkeit, die ich dann nur schwer abschütteln kann.

Ich möchte hier von so einer Geschichte erzählen.

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Ahmed* hat zwei Jahre Zeit. Zwei Jahre um die wegen des Kriegs versäumte Volksschulzeit nachzuholen. Zwei Jahre den Status als “außerordentlicher Schüler” (a.o.) um Schreiben, Lesen und Rechnen zu lernen. Und das alles in einer neuen Sprache, in einem fremden Umfeld.

In einem Umfeld und in einem System, wo zwar viele ihr Bestes versuchen, das aber durch starre Vorgaben keine Rücksicht auf die Lebensumstände und das Erlebte von Ahmed nimmt.

Zwei Jahre für Ahmed und seine Lehrerinnen und Lehrer also das beinahe unmöglich Scheinende, aber absolut Notwendige zu schaffen.

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